WEG-Verwaltung

Leistungsverzeichnis der WEG-Verwaltung


A.) Grundleistungen nach § 27 Abs. 1 und 2 WEG Verwaltung

Die Grundleistungen sichern der Eigentümergemeinschaft eine sachgerechte Verwaltung der gemeinschaftlichen Belange. Dieser Aufwand ist in dem vereinbarten, pauschalen Verwaltungsentgelt abgegolten.

1.) Fertigen eines Wirtschaftsplanes, hier: Gesamt- und Einzelwirtschaftspläne
2.) Erstellen der Jahresabrechnung anhand der Einnahmen und Ausgaben
3.) Durchführung der ordentlichen Eigentümerversammlungen und Protokollierung
4.) Überwachung bestehender Verträge der Gemeinschaft
5.) Verwaltung der gemeinschaftlichen Gelder
6.) Rechnungskontrolle und -anweisung
7.) Einrichten einer übersichtlichen und ordnungsgemäß durchgeführten Buchhaltung
8.) Einmal jährliche Begehung am Gemeinschaftseigentum um evtl. Schäden frühzeitig zu erkennen
9.) Auftragsvergabe und Preisverhandlung verschiedener Dienstleister
10.) Terminüberwachung bei Aufträgen, Ausführung und Schlussrechnungen
11.) Veranlassen von Sofortmaßnahmen bei Notfällen wie Rohrbruch-, Brand-, Sturm- oder Versicherungsschäden
12.) Schlüsselbestellung der Sicherheitsschließanlagen für das Sonder-/Teil-/Gemeinschaftseigentum
13.) Veranlassung der Prüfung und Wartung von Sicherheitseinrichtungen durch Handwerker und Sachverständige
14.) Allgemeine Verwaltung, z.B. Telefon- und Schriftverkehr mit den Wohnungseigentümern (im Rahmen der pauschalen Vergütung), Behörden und Dritten für gemeinschaftliche Belange

 

B.) Besondere Leistungen außerhalb der pauschalen Verwaltervergütung

1.) Weitere und zusätzliche Eigentümerversammlungen über die ordentliche Jahresversammlung hinaus
sind vergütungspflichtig
2.) Bearbeitung von Eigentümerwechsel und - falls erforderlich - Verkaufszustimmung gemäß §12 WEG vor dem Notar
3.) Begleitung von aufwendigen Instandhaltungen und Instandsetzungen
4.) Begleitung bei der Schadenssuche, -beseitigung und -abwicklung im Sondereigentum
5.) Ermitteln/Errechnen von Sonderumlagen der Gesamt-/Einzelumlage, Nachricht an die Eigentümer, Einzug, Einzelbuchung, Geldverwaltung und Abrechnung
6.) Rechtliche Verwaltung bei Gerichtsverfahren, Zwangsverwaltung und Zwangsversteigerung
7.) Auslagenersatz


C.) Pflichten der Wohnungseigentümer gegenüber/mit der Verwaltung

Die Wohnungseigentümer sind verpflichtet…

1. Unterlagenübergabe
1.1 vor Beginn der Tätigkeit sämtliche Verwaltungsunterlagen, die zu einer ordnungsgemäßen Verwaltung
erforderlich sind, in geordneter Form auszuhändigen

a) Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung
b) Aktuelle Stammdaten (Eigentümerlisten, Adressen, Wohnungs-Nr., Wohnflächen)
c) Beschlussprotokolle der Eigentümerversammlungen
d) Sämtliche vorliegenden gerichtlichen Entscheidungen aus WEG-Verfahren (falls vorhanden)
e) Komplette Bau-, Revisions- und Lagepläne einschl. Maßangaben
f) Alle aktuell bestehenden Verträge, die mit Dritten im Namen der Gemeinschaft abgeschlossen wurden
g) Den aktuellen Wirtschaftsplan sowie die letzte Jahresabrechnung
h) Vom Beirat oder Rechnungsprüfer oder Vertrauensmann geprüfte Belege in geordneter und zusammengestellter
Form einschl. Geldbestandsnachweis über die gemeinschaftlichen Gelder

2. Schadensmeldung
umgehend der Verwaltung von Ihnen erkannte Schäden im Gemeinschafts-, sowie Sondereigentum anzuzeigen

3. Zutritt zum Sonder-/Teileigentum
der Verwaltung oder Dritten für Ablesetermine, Überprüfungen oder Instandsetzungsmaßnahmen am
Gemeinschafts-/oder Sondereigentum, nach vereinbarter Terminabsprache, Zutritt zu gewähren.
den Zutritt nach vorheriger Terminanmeldung durch die Verwaltung oder Dritte für Ablese-, Überprüfung und Instandsetzungsmaßnahmen am Sonder-/Gemeinschaftseigentum sicherzustellen

4. Hausordnung
für die Einhaltung der jeweils gültigen Hausordnung der Gemeinschaft, speziell bei Vermietung, zu sorgen.
Die Hausordnung der ETG ist in den Mietvertrag aufzunehmen

5. Weiterveräußerung
bei Verkauf mit dem Käufer (Erbe) zu vereinbaren, dass mit dem Eigentumsübergang alle Ansprüche und
Verpflichtungen in der Eigentümergemeinschaft einschl. dem Teil an der Instandhaltungsrücklage auf den neuen
Eigentümer übergehen

6. Namens- und Adressänderungen
Änderungen von Namen, Adressen und sonstigen verwaltungsrelevanten Daten unverzüglich
schriftlich mitzuteilen.

7. Personenmehrheit
Sind mehrere Personen Eigentümer eines Wohneigentums (Erbengemeinschaften, Eheleute usw.), so ist
die Miteigentümergruppe ohne Aufforderung verpflichtet, der Verwaltung schriftlich einen Bevollmächtigten zu nennen, der berechtigt ist, Willenserklärungen und Zustellungen, die mit dem Wohneigentum in Verbindung stehen, verbindlich für sie entgegenzunehmen und abzugeben.
Gleiches gilt für Miteigentümer, die sich vertreten lassen oder sich mehr als drei Monate im Jahr im Ausland aufhalten.